Monday, March 13, 2006

Die Taliban sollen mehrere Deutsche entführt haben. Von wegen, unser Land spielt international keine Rolle mehr.

Tuesday, February 28, 2006

Geiz machte ihn so geil, daß er sich offensichtlich eigenhändig mit einem dieser billigen mehrstufigen Rasierapparate die Haare schnitt. Mit der Friseurfloskel konnte ich seinen Redeschwall also kaum stoppen. "Haben Sie keinen Blog, den Sie zutexten können?" fragte ich.

Monday, February 20, 2006

Der Typ baute sich direkt vor Knodt auf, der genüßlich seine Montecristo paffte. "Machen Sie das Ding aus, und zwar sofort. Durch Zigaretten sterben jedes Jahr über 100.000 Menschen in Deutschland." "Und rund 80.000 sterben in Krankenhäusern durch ärztliche Behandlungsfehler", sagte ich. "Wollen Sie deshalb die OPs schließen und nur noch auf der Straße operieren?
Und außerdem ist das keine Zigarette, sondern eine Zigarre, mit der mein Freund hier die notleidende Bevölkerung Kubas unterstützt. Die Dritte Welt scheint Ihnen wohl scheißegal zu sein."
Rein zufällig geriet ich beim Zappen auf das Close-Up eines etwas flattrig erscheinenden Seehofers, der behauptete, vogelgrippemäßig und rügentechnisch alles im Griff zu haben. Mir schwante Übles.

Thursday, February 09, 2006

Das zur Zeit beliebteste Gesellschaftsspiel der schwarzroten Koalition heißt "Dumm oder Dreist?" Am runden Tisch wird eine leere Flasche gedreht, und wenn sie auf jemand zeigt, muß der oder die zu einem vorher festgelegten Thema einen Kommentar abgeben. Zum Beispiel zum Thema "Rente erst ab 67". Hat er/sie keine Ahnung vom Thema, gibt er/sie einen dummen Kommentar ab. Hat er/sie dagegen Ahnung, erzählt er dreist die Unwahrheit. Gewinner ist immer der, der einen Kommentar abgibt. Verlierer der, an den der Kommentar gerichtet ist.

Wednesday, February 08, 2006

In der Zeitung stand, daß jetzt ein Gemälde gefunden wurde, bei dem es sich definitiv um ein Shakespeare-Porträt handeln soll. Wenn das stimmt, sah Shakespeare Scheiße aus. Was man auch von Mozart annimmt. Klein und pockennarbig. Stephen Hawking ist ebenfalls keine Schönheit. Nehmen wir dann noch das berühmte debile Einstein-Bild mit der rausgestreckten Zunge. Das alles verleitet zu der Hypothese: Genies sehen Scheiße aus. Aber das scheitert dann leider an Dieter Bohlen. Der sieht Scheiße aus, ist aber trotzdem kein Genie.

Wednesday, January 25, 2006

Meine Glückszahlen sind 137 und 43. Mit meinem IQ von 137 kann ich blitzschnell logische Zusammenhänge erkennen.
Getränke mit einem Alkoholanteil von mind. 43 % helfen mir anschließend bei der emotionalen Verarbeitung.

Tuesday, January 24, 2006

Dänische Forscher haben jetzt aufgrund der Auswertung von Supermarkt-Kassenzetteln festgestellt, daß Weintrinker nur deshalb länger leben als Biertrinker, weil sie sich gesünder ernähren. Aus dem Grund, weil sie besser ausgebildet sind und mehr Geld verdienen als die Biertrinker. Wer hätte das gedacht? Warum forscht eigentlich niemand mal nach, wieviele dieser unnützen Informationen uns und der Volkswirtschaft erspart blieben, wenn man Forschern dieser Art und Intelligenz das
Forschen bei Prügelstrafe (40 Peitschenhiebe auf den akademischen Arsch min.) verbieten würde?
"Wenn dieses physikalische Gesetz tatsächlich gilt," sagte Knodt, "das nichts wirklich verschwindet, daß wir auch nach unserem Tod noch irgendwie hier sind, in der Atmosphäre, in der Luft..." Er blickte auf seine Zigarre, die ihm vor Aufregung ausgegangen war, und zündete sie umständlich wieder an. "Das Gesetz gilt", sagte ich. "Glaub mir." Knodt sah mich durchdringend an. Und ohne die Augen von mir abzuwenden schlug er so fest wie er konnte mit der flachen Hand auf den Tisch. "Okay", sagte Knodt, "für den Fall, daß du wirklich recht hast - ich habe gerade Möllemann platt gehauen."
"Darf ich jetzt endlich mal erfahren, warum Sie mich festgenommen haben?" fragte ich Hauptkommissar Franck.
"Wegen Erregung öffentlichen Zweifels", sagte er gelangweilt.
"Seit wann ist das ein Strafbestand? Und woran soll ich gezweifelt haben?"
"Reinartz", sagte Frank, "woran sie zweifeln ist doch völlig egal. Relevant ist nur, daß Sie selbst zweifelhaft sind."
"Das klingt jetzt aber ziemlich kafakaesk", sagte ich.
"Das soll es auch", sagte Franck. "Wir haben viel von Franz gelernt. Wußten sie denn nicht, daß Kafka der geheime Schutzpatron aller Folterknechte ist?"
"Was glaubst du denn, was nach dem Tod kommt?" fragte Knodt, während er seine Havanna so theatralisch betrachtete, als hielte er einen Totenschädel in der Hand. "Wir werden ja niemals wirklich weg sein", tröstete ich ihn. "Du kennst doch dieses physikalische Gesetz, nachdem nichts und niemand wirklich weg sein kann. Irgendwie werden wir immer da sein. In welcher Form auch immer. Ob ich nach meinem Tod ein Staubkorn bin, ein Frosch, ein Teilchen in einem Beschleuniger oder ein Haufen Kuhmist auf der Wiese, für das Finanzamt werde ich immer Steuernummer 105/5106/0266 bleiben - das, lieber Freund, ist das ewige Leben. Das Finanzamt wird dich niemals vergessen. Selbst wenn du Urlaub in Afghanistan machst und versehentlich auf eine vergessene Tellermine trittst und danach nicht mehr ein Knodt bist, sondern über zweihundert Knodts,
dann werden diese über zweihundert Knodts, jedes Teilchen für sich, alle drei Monate eine Mahnung vom Finanzamt erhalten, nun endlich ihre Umsatzsteuervoranmeldung einzureichen."
Knodt nahm einen Zug aus seiner Montechristo, ließ den Rauch lässig aus den Nasenlöchern gleiten und sah mich dabei mitleidig an. "Daran glaubst du also?"
"Ja", sagte ich. "Daran glaube ich so fest wie Angela Merkel an den Aufschwung."